Als damaliger Chef des Ressorts Bau wurde Franz Purtschert klar, dass das Projekt wohl am besten in die Hände eines erfahrenen Totalunternehmers gelegt werden sollte, der mit den hohen Auflagen des alters- und behindertengerechten Wohnbaus vertraut war. Nicht alle im Vorstand waren einverstanden mit einem Holzbau und einem Vorgehen «ohne Architekturbüro». «Ich suchte jemand, der die vielen Ideen in einer Machbarkeitsanalyse kanalisieren konnte.» Kurz entschlossen schaute Franz Purtschert damals ohne Termin einfach mal bei Renggli vorbei, bloss mit einem A4-Blatt und einem Foto aus dem Grundbuchplan im Gepäck. Das war der Beginn fachkundiger Gespräche und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Auch während der Realisierungsphasen sprudelten die Ideen weiter. Aber nun wurden sie von Renggli mit professionellen Einschätzungen und mit transparenten Kostenfolgen zurückgespiegelt. Dieses Vorgehen und diese Transparenz führten dazu, dass die Extras während der Bauphase mit nur 0.3 Prozent Mehrkosten zu Buche schlugen. Die Wohnungsmieten bewegten sich gleichwohl im marktüblichen Preisrahmen. Dieser Markt-Fit bei Holzbauten habe viele erstaunt, sagt Franz Purtschert. Diese Aussage ist umso höher zu gewichten, weil die Anforderungen an altersgerechtes Bauen sehr hoch sind – zum Beispiel an Wasserhähne und Küchengriffe, Stützvorrichtungen in Nasszellen, Glastüren, Liftgrösse, Treppenpodeste für Pausen …
Die ökologischen Werte und die Wohnqualität sind dank der Holzbauweise überdurchschnittlich. Zusätzlich sorgen die Photovoltaikanlagen auf beiden Dächern, die Erdsondenheizung und die integrierte Lüftung für eine mustergültige Gesamtbilanz. Die hellen, grosszügigen Räume strahlen Wärme und Behaglichkeit aus. Zum Komfort gehört auch, dass die Bewohner sämtliche Türen bequem mit einem Batch öffnen können – vom Holzverschlag im Keller über die automatischen Zugangstüren bis zum Briefkasten.
Grossen Wert legte die Bauherrschaft auch auf einen frühzeitigen und professionellen Einbezug eines Landschaftsarchitekturbüros. Damit konnte zum Beispiel der Terrainverlauf in einer frühen Planungsphase berücksichtigt werden. Das Resultat bereitet heute den Seniorinnen und Senioren besondere Freude. Der Umschwung präsentiert sich wie ein kleiner Park und bietet gemeinschaftliche Extras wie verschiedene Sitzgelegenheiten, Bocciabahn und Hochbeete, die rege genutzt werden. Dank Tiefgarage bleibt die Zone verkehrsfrei.
Das eigentliche Begegnungszentrum ist der Pavillon in der Mitte der Anlage. Hier wird gejasst und gesungen, hier finden Apéros und Familienfeste statt. Alle paar Wochen organisiert die WIA einen Treff im Pavillon für alle Mieterinnen und Mieter mit Kaffee und Infos aus der Verwaltung. Man sieht es: Den Leuten im Gässlifeld geht es gut, sie fühlen sich wohl. Ganz im Sinne der Genossenschaft WIA: gemeinsam statt einsam älter werden.
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