Vogelkollisionen an Glasscheiben sind vor allem in der urbanisierten Welt ein stark unterschätztes Tierschutzproblem.

Allein in der Schweiz muss man jedes Jahr mit Opferzahlen im hohen sechsstelligen Bereich rechnen; weit über hundert Vogelarten sind davon betroffen. Die Hauptursache für die Zusammenstösse ist, dass Vögel durchsichtige oder spiegelnde Glasscheiben nicht als Hindernisse wahrnehmen. 

Eigentlich sind diese Todesfälle unnötig, denn praktisch jeder Hausbesitzer hat die Möglichkeit, bestehende Risiken an seiner Liegenschaft zu entschärfen, und jede Architektin kann bei der Planung eines Um- oder Neubauprojekts darauf hinwirken, dass solche gefährlichen Glasfronten gar nicht erst entstehen. Wir müssen uns dieser Problematik nur bewusst werden!

Toter Vogel (Star) liegt am Boden vor einer sich spiegelnden Fensterscheibe.
Mit einer geeigneten Markierung auf der stark spiegelnden Fensterscheibe hätte man den Kollisionstod dieses Stars wohl verhindern können.
Grüner Glasbau mit markantem Muster, rundherum Garten
Ein grüner Glasbau in grüner Umgebung – dank des markanten Musters ist er für Vögel jedoch ungefährlich.

Handeln Sie!

Hier können Sie die ausführliche, auch für Nichtfachleute verständlich geschriebene und reich illustrierte Broschüre «Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht» herunterladen:

Für Auskünfte zu konkreten Problemfällen stehen Ihnen die Fachleute der Schweizerischen Vogelwarte gern zu Verfügung:

Tel. +41 41 462 97 00 oder glas@vogelwarte.ch

Über den Autor

Johann von Hirschheydt ist Fachmitarbeiter Marketing der Schweizerische Vogelwarte Sempach.

Fotos (von oben nach unten):
H. Schmid
Wilfried Doppler, Wien
Roland zh, Zürich

Porträtfoto Johann von Hirschheydt
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«Unnötiger Vogeltod an Glasfassaden»

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