In Zürich Enge entsteht auf einem bestehenden Grundstück ein Ersatzneubau. Das Projekt der Auwiesen Immobilien AG, Winterthur, wird im Garten einer bestehenden Liegenschaft realisiert und ist damit unter engen Platzverhältnissen geplant.
Dank eines durchdachten architektonischen Konzepts werden 41 neue Wohnungen, ein Gewerbebereich im Erdgeschoss, eine Tiefgarage sowie eine grüne Erholungszone zwischen den Gebäuden realisiert.
Die angrenzende Hanglage stellte besondere Anforderungen an Konstruktion und Bauweise. Die Tiefgarage, das Erdgeschoss und die Treppentürme werden im Massivbau ausgeführt, während die darüberliegenden Geschosse als Holzbau realisiert werden. Diese Bauweise verbindet die Vorteile beider Systeme optimal und ermöglicht eine effiziente Umsetzung trotz komplexer Rahmenbedingungen.
Effiziente Lösungen durch Engineering-Kompetenz
Renggli wurde frühzeitig auf Basis eines bestehenden Vorprojekts in das Projekt Engimattstrasse eingebunden. Ziel war es, als ausführender Holzbauer mit hauseigenem Engineering effiziente Lösungen für die vielfältigen technischen und architektonischen Anforderungen zu erarbeiten und das Projekt in der Ausführungsplanung entscheidend weiterzuentwickeln.
Bereits zu Beginn wurde die geeignete Zusammenarbeitsform geprüft. Aufgrund des Interesses der Bauherrschaft wurde eine modellbasierte Planung eingeführt, die eine enge Kollaboration zwischen Holzbau und Architektur ermöglicht.
Hybride modellbasierte Kollaboration
In Zusammenarbeit mit dem Baumanagement wurde geprüft, inwiefern eine modellbasierte Vorgehensweise auch auf weitere Disziplinen ausgeweitet werden kann. Besonders die Einbindung der HLSE-Planungen in das 3D-Modell bietet Vorteile: Leitungsführungen werden transparent, Kollisionen mit tragenden oder architektonischen Bauteilen können frühzeitig erkannt und kosteneffizient behoben werden.
In diesem Projekt wurde eine hybride Lösung umgesetzt: Architektur und Holzbau arbeiteten im 3D-Modell, während die weiteren Fachplaner in 2D planten.
Aufgrund der engen Platzverhältnisse wurde auch die Baulogistik mittels eines 3D-Bauinstallationskonzepts optimiert. Der Holzbau ermöglicht dabei einen hohen Vorfertigungsgrad, inklusive vormontierter Fenster ab Werk, was die Baustellenlogistik erheblich vereinfacht.
Der Baubeginn ist für Ende 2025 geplant. Die Wohnungen werden in der zweiten Jahreshälfte 2027 bezugsbereit sein.
| Investorin | Invor Vorsorgeeinrichtung Industrie (Vertreten durch Auwiesen Immobilien AG) |
| Architektur | Haltmeier Kister Architektur GmbH |
| Bauzeit | 2025-2027 |
| Konstruktion | Holzsystembau |
| Fassade | Eternit |
| Nutzung | 41 Wohnungen und Gewerbe |
| Leistungen Renggli AG | Holzbau-Engineering (Statik und Bausystem) Holzbau |
Zusatzinformationen
Blogbeitrag: Modellbasierte Kollaboration
Blogbeitrag: BIM in der Praxis - drei Holzbauprojekte, drei digitale Erfolgsmodelle
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Visualisierung: Haltmeier Kister Architektur GmbH