Eine Immobilie nach Minergie-P-Standard muss nicht zwingend Mehrkosten verursachen. Entscheidend ist, dass sich der Architekt und der Energieplaner mit den örtlichen Gegebenheiten auseinandersetzen und diese zu nutzen wissen – mit Fachwissen.

Wer die Mehrkosten für ein Minergie-P-Haus wissen möchte, könnte genauso gut fragen, wie warm es in der Schweiz ist, oder wie oft die Sonne scheint. Nicht, dass man mit der jährlichen Durchschnittstemperatur oder der örtlichen Sonneneinstrahlung eine Handgelenksrechnung anstellen könnte. Aber der Zusammenhang liegt dennoch auf der Hand.

Minergie-P-Einfamilienhaus in St. Erhard, Kanton Luzern

Minergie-P-Einfamilienhaus im Kanton Luzern.

Minergie-P deklariert den jährlichen Energieaufwand, der notwendig ist, um ein Gebäude auf einer definierten Raumtemperatur zu halten. Je mehr Sonneneinstrahlung an einem Ort vorhanden ist oder je kleiner die Temperaturdifferenz von aussen zu innen, desto einfacher sind die Vorgaben von Minergie-P zu erreichen. Für die Beurteilung, welche Massnahmen am Gebäude notwendig sind, müssen die örtlichen Gegebenheiten geprüft werden.

Bereits unsere Ahnen hatten je nach Region unterschiedliche Häuser. Dies lag weniger am Architekturverständnis einer Gegend, als vielmehr an deren klimatischen Bedingungen. Das bedeutet keineswegs, dass wir heute zurück zum „Walserhaus" (historische Blockhäuser) müssen, aber eben auch nicht, dass wir blind handeln können. Mit der Einstellung, dass es die heutige Technik schon richten wird, stellt sich die Frage: aber zu welchem Preis?

Minergie-P-Einfamilienhaus in Monte Bré sopra Locarno im Kanton Tessin

Im Tessin reicht weniger Wärmedämmung für Minergie-P, da die Sonne länger und intensiver scheint.

Der Energiebedarf eines Gebäudes kann je nach Standort und solarer Gewinne halbiert werden - und somit auch der Investitionsaufwand. Werden die kantonal sehr unterschiedlichen Fördergelder einbezogen, ist es sogar möglich, dass ein Minergie-P-Gebäude günstiger sein kann, als wenn nur nach dem gesetzlichen Standard gebaut wird. So gibt es Kantone mit milden Temperaturen und/oder vielen Sonnenstunden, die sogar mehr beitragen als „kühlere" Kantone.

Somit ist die richtige Frage: Wo und wie kommt ein Gebäude zu stehen? So sind es keine standardisierten baulichen Massnahmen, die ein Gebäude zum Minergie-P-Gebäude machen. Jeder Standort muss neu beurteilt werden. Und je nach Jahresmitteltemperatur, passiver Sonnengewinne und Fördergelder kann sogar ein finanzieller Vorteil resultieren. 

Kommentare zu
«Wie viel kostet Minergie-P?»

Kommentare (4)

    15.12.2012

    Mühlemann Heinz

    Unggefäre Preise, wären Intresant zuerfahren 50000 +- Vielen Dank

    17.12.2012

    Renggli AG, Jeanine Troehler

    Guten Tag Herr Mühlemann

    Danke für Ihr Interesse an unseren Renggli-Häusern. Das freut uns! Auf pauschale Aussagen zu den Preisen verzichten wir grundsätzlich. Denn Renggli-Häuser sind so individuell und der Innenausbau so unterschiedlich wie die Bedürfnisse unserer Kunden. Daneben haben Rahmenbedingungen wie Lage, Grundstück oder Baugesetze grossen Einfluss auf Anlagekosten. Unsere Berater geben Ihnen sehr gerne Auskunft über die möglichen Kosten Ihres Eigenheims. Nehmen Sie doch mit einem unserer Berater Kontakt auf:
    http://www.renggli-haus.ch/projektberater/

    Beste Grüsse und eine schöne Weihnachtszeit, Renggli AG

    06.10.2013

    E.Wunderlin

    Qualität und Individualität ist gut, aber wenn man kein Haus mit einem Preis versehen kann,
    dann mache ich grosse ???
    Auch bei Ihnen gibt es typische Häuser in jedem Preissegment, die man mit Preisen veröffentlichen kann.
    Aber ich werde den Eindruck nicht los - zuerst den Kunden binden und dann kann er schauen wie er mit dem Geld zurecht kommt.

    07.10.2013

    Renggli AG, Tom Andris

    Guten Tag Herr Wunderlin

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

    Grundsätzlich sollte man jedes Haus mit einem Preis versehen können. Es sei denn, das Haus wäre noch nicht gebaut oder gar entworfen worden. Da liegt nämlich die Krux der ganzen Sache: Renggli baut keine Häuser ab Stange. Ein individuelles Bauprojekt braucht zuerst eine Parzelle und eine Bauherrschaft mit eigenen Anforderungen, damit wir einen Preis ermitteln können.

    Natürlich haben wir bereits hunderte von Renggli-Häusern gebaut und deren Baukosten liegen vor. Aber Hand aufs Herz, welche Bauherrschaft sieht gerne seine Baukosten publiziert, samt Grundrissplänen, Aussen- und Innenaufnahmen und Wohnort?

    Für eine seriöse Preisansage ist es darum unumgänglich, direkt mit Beratern Kontakt aufzunehmen. Die Beratungen sind übrigens kostenlos. Und Sie binden sich damit keinesfalls an uns.

    Besten Dank für die Kenntnisnahme und eine gute Woche.

    Renggli AG
    Tom Andris, Berater Generalunternehmung

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