Aktualisiert: 08.03.2022
Auch wenn sich Kunden für Holzbauten entscheiden, bevorzugen sie manchmal ein anderes Material für die Fassade, zum Beispiel Glas, Hochdrucklaminate, Eternit, Stein oder Putz.
In einem ersten Beitrag erläuterten wir die verschiedenen Holzfassadenarten. Im zweiten Beitrag stellen wir nun weitere Fassadenarten für Holzbauten vor, die nicht aus Holz bestehen:
Glasfassade
Sie sind widerstandsfähig, witterungsbeständig und haben zudem eine schalldämpfende Wirkung. Dank dem Splitterschutz besteht auch keine Gefahr für die Bewohner oder Gäste. Die Investitionskosten sind zwar etwas höher als bei anderen Fassadenarten, dafür ist der Pflegeaufwand gering.

Satiniertes, gestrichenes Fassadenglas
Hochdrucklaminate/Vollkern-Fassadenplatten
Eine sehr effektvolle Methode der Fassadengestaltung sind Platten aus Hochdrucklaminaten. Sie sind sehr witterungsbeständig, lichtecht und praktisch wartungsfrei. Diese «High Pressure Laminates», kurz HPL, sind hart, bruch- und schlagfest. Sie verfügen über eine hohe Biegesteifigkeit und sind langlebig.
Die Platten werden unter Druck und Wärme aus Harzen und Papier hergestellt. Unter der Oberfläche können dekorative Schichten und Dekors eingefärbt werden. Das erlaubt z.B. Firmen, Corporate Identity/Corporate Design-Elemente einzusetzen.

Weisse Vollkern-Fassadenplatten von FlunderMax


Kunststoffkernplatte FunderMax
Eternitfassade
Praktisch unverwüstlich sind Fassaden aus Eternit. Während sich früher Eternitplatten in industrieller Einheitlichkeit übten, gibt es sie heute in allen Grössen und Formen. Architekten werden fast grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten geboten.

Eternitfassade

Steinfassade
Eine ebenso alte Fassadenart wie Holz ist Stein. Investoren schätzen sie wegen ihrer Lichtbeständigkeit, Dauerhaftigkeit und dem sehr geringen Unterhaltsaufwand.

Steinfassade

Metallbekleidungen
Für Architekten spannend sind Fassadenmaterialien wie Stahl, Aluminium oder Zink. Hier können sie ihre volle Kreativität ausschöpfen.
Bei dieser Attika-Aufstockung musste die Fassade farblich zum denkmalgeschützten Nachbarhaus passen: Aussen liegt ein gelochtes Aluminiumprofilblech, dahinter eine bunte Fassadenbahn. Je nach Sonneneinstrahlung treten die Farben unterschiedlich in Erscheinung.

Farbige Fassadenbahn mit darüberliegendem gelochtem Aluminiumprofilblech

Der organische Verputz auf diesem sechsgeschossigen Gebäude wurde weiss gestrichen und darüber eine nicht deckende Farbe mit Schwammeffekt aufgetragen. Das sinusförmige Fassadenprofil ist aus Alublech. Die Oberfläche wurde thermolackiert.

Verputz wechselt mit Fassadenprofil aus Alublech ab.

Eloxiertes Aluminium-Wellblech in Messingfarbe, perforiert für die nächtliche Belüftung
Foto: D&R Dürr
Verputzte Fassade
Die Dämmplatten können auch einfach an die Tragstruktur befestigt und danach verputzt werden. Die verputzte Fassade ist mit mehr Pflegeaufwand verbunden, als andere Fassaden. Sie sollte regelmässig gesäubert und allenfalls neu gestrichen werden, damit sie weiterhin die konstruktiven und dämmenden Elemente schützen kann.

Verputzte Fassade
Diese Liste ist selbstverständlich nicht abschliessend. Es gibt weitere Materialien, die für Fassaden verwendet werden können. Der Kreativität der Entwurfsarchitekten sind im Rahmen der technischen Machbarkeit und des Budgets keine Grenzen gesetzt.


