Im Rahmen eines Renggli-Webinars haben sich die Fachexperten Alexander Stakelbeck (SSA Architekten AG), Andreas Keller und Aaron Müller (Renggli AG) der Frage «Wie reduziert smartes Engineering die Komplexität im Holzbau?» gewidmet.
In dieser dreiteiligen Blogserie zeigen wir, anhand eines konkreten Projekts (Siedlung Birs in Basel) wie sich smartes Engineering im Holzbau entwickelt hat, wie es heute angewendet wird und welche Chancen und Herausforderungen damit verbunden sind.
Im ersten Teil der Blog-Serie gibt die SSA Architekten AG einen Einblick in das Projekt «Siedlung Birs» in Basel und wie sie mit dem Wunsch eines nachhaltigen Ersatzneubaus umgegangen und vorgegangen sind.
Ausgangslage: Ein Projekt im Wandel
Die Anforderungen an den modernen Holzbau steigen stetig. Nachhaltigkeit, Effizienz und architektonische Qualität müssen in Einklang gebracht werden und das bei gleichzeitig wachsender Projektkomplexität. Wie sich diese Komplexität reduzieren lässt, zeigt das Projekt der Siedlung Birs in Basel, das im Zentrum des Webinars stand.
Ursprünglich als klassischer Massivbau geplant, wurde das Projekt im laufenden Planungsprozess grundlegend überdacht. Die Bauherrschaft und das Planungsteam stellten sich die Frage, wie ein zeitgemässes, nachhaltiges Gebäude heute aussehen müsste und ob eine Umsetzung in Holzbauweise möglich wäre. Diese Überlegung führte zu einem entscheidenden Wendepunkt: Die bereits weit fortgeschrittene Planung wurde geöffnet und gemeinsam mit Fachpartnern neu bewertet.
Die Umstellung auf Holzbau war dabei alles andere als trivial. Sie bedeutete, dass bestehende Konzepte hinterfragt, statische Systeme neu gedacht und zahlreiche Details angepasst werden mussten. Gleichzeitig bot sie die Chance, das Projekt in Bezug auf Nachhaltigkeit deutlich zu optimieren. Insbesondere die Reduktion der CO₂-Emissionen spielte eine zentrale Rolle in der Entscheidungsfindung und zeigte eindrücklich, welches Potenzial im Holzbau steckt.