Fassadenarten: Alles aus Holz

Fassaden

Fassadenarten: Alles aus Holz

Jeanine Troehler
Marketing/Kommunikation | 25.07.2017

Aktualisiert: 05.10.2018 und 08.03.2022

Bei Holzfassaden gehen die Meinungen auseinander: Den einen gefällts, den anderen nicht. Was vielen unbekannt ist: Es gibt unterschiedliche Arten von Holzfassaden - unbehandelte, lasierte, vorverwitterte, druckimprägnierte oder deckend behandelte.

In einem ersten Beitrag erläutern wir die verschiedenen Holzfassadenarten, die wir anbieten - wir haben ihn 2018 und 2022 mit neuem Fotomaterial aktualisiert. Im zweiten Beitrag stellen wir weitere Fassadenarten für Holzbauten vor, die nicht aus Holz bestehen.

Eine Holzfassade ist auf viele Arten möglich: als Schindeln, als horizontale oder vertikale Schalung, unbehandelt oder deckend behandelt. Erlaubt ist, was Ihnen gefällt und technisch machbar ist. Und selbstverständlich das örtliche Baureglement einhält.

Unbehandelte Holzfassade

Die unbehandelte Holzfassade verändert ihre Farbe durch die natürliche Vergrauung je nach Wetterexposition, indem Lignin abgebaut wird. Diese feine Schicht Patina deckt das gesunde Holz ab. Dabei verändert sich die Farbe des unbehandelten Holzes, je nach Höhenlage, Klima und Ausrichtung der Fassade. Dies kann vom hellen Silbergrau über verschiedene Brauntöne bis zu Schwarz gehen. Nach einigen Jahren stabilisiert sich die Farbe von unbehandelten Holzfassaden.

unbehandelte Lärchenholzfassade

Unbehandelte Lärchenholzfassade eines Renggli-Hauses

Unbehandelte Lärchenholzfassade

Unbehandelte Lärchenholzfassade nach 5 Jahren

Holzfassade aus Zedern am Renggli-Werk

Holzfassade aus Zedern

Holzfassade aus Zedern


Zedernfassade 2021 (10-jährig)

Dieselbe Fassade nach 10 Jahren: verwitterte Holzfassade aus Zedern (Nord- und Westfassade)

Lasierte Holzfassade

Die Holzstruktur bleibt bei Lasuren erkennbar. Farbveränderungen können damit nur gering verhindert werden, weil die Pigmentmenge der Beschichtung gering ist. Der Anstrich und die Schutzwirkung für das Holz ist bei Lasuren etwas geringer als bei deckend farbig behandelten Holzfassaden. Der grosse Vorteil: Wenn sie fachgerecht aufgebracht werden, reduzieren sie die Möglichkeit einer farblichen Veränderung des Holzes stark. 

Sägerohe, allseitig mit Lasur behandelte Fassade aus nordischer Fichte.

Sägerohe, allseitig mit Lasur behandelte Fassade aus nordischer Fichte.

Sägerohe, allseitig mit Lasur behandelte Fassade aus nordischer Fichte

Holzfassade mit Verwitterungslasur

Wer eine natürliche, regelmässiger vergraute Holzfassade wünscht, dem empfehlen wir eine sogenannte Verwitterungslasur. Diese Holzanstriche beinhalten einen verwitterungsaktiven Bestandteil. Er verleiht der Holzoberfläche schon zu Beginn einen grauen Farbton, welcher der natürlichen Verwitterung ähnlich sieht.

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Braunton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Braunton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Braunton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Grauton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Grauton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Grauton

Holzfassade mit Verwitterungslasur nach 6 Jahren

Dieselbe Holzfassade mit Vorverwitterungslasur nach sechs Jahren (Westfassade)

Druckimprägnierte Holzfassade

Der grosse Vorteil dieser behandelten Holzfassaden ist der stärkere Holzschutz und die erhöhte Widerstandsfähigkeit. Bei der Druckimprägnierung werden Salze eingebracht, die eine langjährige, wirksame Schutzschicht bis mehrere Millimeter ins Innere bildet.

Dank Farbpasten kann die druckimprägnierte Holzsfassade grünliche, naturgraue oder sattbraune Farbtöne annehmen. Oft werden diese Fassaden zusätzlich mit Holzöl behandelt.

Druckimprägnierte und geölte Weisstanne an den Holzbauten im Freilager, Zürich

Druckimprägnierte und geölte Weisstanne an den Holzbauten im Freilager, Zürich

Druckimprägnierte und geölte Weisstanne an den Langhäusern im Freilager, Zürich

Druckimprägnierte und geölte Weisstanne
Fotos: Zeliko Gataric, Zürich

Deckend behandelte Holzfassade

Wenn die Fassade gleichmässig bewahrt werden soll, kann sie deckend behandelt werden. Die deckende Farbschicht schützt das Gebäude durch einen dichten, mässig diffundierenden Film. Vorausgesetzt der Untergrund ist stabil, wird bei dieser Fassadenart eine hohe Dauerhaftigkeit erreicht. Das Erscheinungsbild bleibt auf Dauer konstant.

Deckend behandelte Holzfassade an einem Renggli-Haus in der Stadt Luzern

Deckend behandelte Holzfassade an einem Renggli-Haus in der Stadt Luzern

Deckend behandelte Holzfassade

Deckend behandelte Holzfassade nach 6 Jahren

Dieselbe Fassade, deckend behandelt, nach sechs Jahren (Westfassade)

Holz mit Metallverkleidungen

Fassaden können mit Metall verkleidet werden. Der Vorteil dieser Fassadenart ist: Entwurfsarchitekten können ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Es gibt sehr leichte und trotzdem stabile Metallverkleidungen. Mit grosser Biegesteifigkeit lassen sie sich präzise kanten und bearbeiten.

Sägerhohe, behandelte Holzfassade aus Tannenholz in Kombination mit Alucobond-Platten an einem Holzbau

Sägerhohe, behandelte Holzfassade aus Tannenholz in Kombination mit Alucobond-Platten an einem Holzbau

Sägerhohe, behandelte Holzfassade aus Tannenholz in Kombination mit Alucobond-Platten

Sägerohe, behandelte Holzfassade aus Tannenholz nach 9 Jahren

Dieselbe Fassade nach 9 Jahren (Westfassade)

Putz und Holz kombiniert

Selbstverständlich kann eine Holzfassade auch mit einer verputzten Fassade kombiniert werden. In diesem Fall werden die Dämmplatten an der Tragstruktur befestigt und danach verputzt.

Verputzte Fassade mit Holz kombiniert an einem Renggli-Haus

Verputzte Fassade mit Holz kombiniert