In Schwamendingen wurden schon in den Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts städtebauliche Meilensteine gesetzt. Das Mehrfamilienhaus Luegisland 350 knüpft nahtlos daran an.
Der Begriff Gartenstadt ist eng mit Schwamendingen verknüpft
Er erklärt in einem Wort das Konzept hinter dem Bauboom, der damals die Agglomeration von Zürich erfasste: modernes Wohnen auf konzentriertem Raum, aber eingebettet in unbebaute Grünflächen. Schon damals rechneten die Städteplaner die grüne Umgebung der typischen Schwamendinger Wohnhäuser zur Wohnqualität hinzu und trugen ihr entsprechend Sorge. Wie schon der Name vermuten lässt, ist das beim Mehrfamilienhaus Luegisland 350 an der Luegislandstrasse nicht anders. Alte und neue hochstämmige Grossbäume – oder besser gesagt deren Wurzeln – profitieren von minimalen Versiegelungsflächen, ebenso wie die einheimischen Gehölze und Sträucher, die im Sommer kühlend zu einem angenehmen Mikroklima beitragen. Eine für die Gebäudegrösse übliche Tiefgarage hätte dem Wurzelreich der Gewächse einen betonharten Strich durch die Rechnung gemacht. Der Unterbau hätte die Grundfläche des Gebäudes weit überragt und den Wurzeln der stämmigen Nachbarn den Platz geraubt. Das kam für die Bauherrschaft, Mylène und Reto Ruoss, nicht infrage: Die Überbauung sollte praktisch autofrei, dafür mit fast 100 Veloabstellplätzen ausgestattet sein.